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Agroforstwirtschaft



Der Kongo ist vor allem landwirtschaftlich geprägt...

Dies ist gerade jetzt, wo weltweit die Lebensmittel- und Energiepreise steigen, ein wichtiger Vorteil für das Land, auch wenn der Nutzen für die Bauern begrenzt ist, weil die Straßenverhältnisse überall im Land so schwierig sind, daß gute Ernten selten schnell genug auf die Märkte kommen, bevor sie verderben. So besteht fast überall im Land  "Subsistenzwirtschaft" - man produziert, was gerade benötigt wird und noch ein bißchen mehr für den Markt.

Hier sehen wir einige Frauen bei der Feldarbeit. Angebaut wird Maniok.


Unser Projekt setzt da an, wo die Landwirtschaft mit der Waldwirtschaft zusammenwirken kann, zum Schutz der Wälder. "Agroforstwirtschaft" wird eine Landwirtschaft genannt, die für den Bauern und für die Wälder sozusagen eine "Win-Win-Situation" herbeiführt.

Mit dem Projekt soll Agroforstwirtschaft gefördert werden, d.h. die Verbindung von Wald- und Landwirtschaft. Allgemein kann gesagt werden, daß Hauptzwecke der Förderung der Agroforstwirtschaft u.a. sind:


Erosionsbekämpfung, Hier ein drastisches Bild von beginnender Erosion. An diesen Hängen im Kivu wurde bis vor kurzem noch Landwirtschaft betrieben, mit allerhöchster Erosionsgefahr. Bei schweren Regenfällen rutscht immer wieder Mutterboden ins Tal.


Die Bauern können auch Felder am Hang nutzen, wenn sie spezielle, für die Agroforstwirtschaft geeignete Bäume
, welche kein dichtes Laubwerk haben, locker in die Felder pflanzen und die durch den Abwurf ihrer Blätter gleichzeitig die Felder düngen, Dies hilft gegen die Erosion aber auch...



... das Anpflanzen von Hecken am Rande der Felder, z.B. mit...



Setaria oder Trypsacum-Gras, welches gleichzeitig als Futter für Haustiere nützlich ist und massiv gegen Erosion hilft, weil die Wurzeln tief ins Erdreich gehen.

 

Und dann sind viele Böden - wie hier - sehr schlecht und nährstoffarm. Mit unserem Programm vermitteln wir Kenntnisse zur allgemeinen Verbesserung der Bodenverhältnisse, wozu auch gewisse Pflanzen, z.B. die schon genannten  Leguminosen, gehören,


Hier der Anbau von Maniok im Ostkongo, dem Grundnahrungsmittel, von dem aber nur die verbesserten Sorten auf Dauer gesundheitlich unbedenklich sind.

Außerdem sollen folgende Obstbäume von den Bauern angepflanzt und veredelt werden: Treculia Africana (Afrikanischer Brotbaum), Avocado, Zitrusfrüchte, Pflaumenbäume, evtl. Mango.

Der spätere Wald kann für wirtschaftliche Zwecke (Sammeln, Jagen) genutzt werden und an einigen Stellen auch für Nutzpflanzen. Die aktive Verbindung zwischen Land- und Wald- oder Forstwirtschaft soll in dieser Region des Kivu wiederbelebt werden.

Vermittlung von Kenntnissen zur allgemeinen Verbesserung der Bodenverhältnisse, wozu auch gewisse Pflanzen, z.B. Leguminosen, gehören,





Blick vom grünen Umland - aus einem Garten - auf die höhergelegenen Viertel der Großstadt Bukavu am Kivusee mit ihren vielen Märkten für landwirtschaftliche Produkte. Im Hintergrund ist schon Ruanda zu sehen, dazwischen liegt das Tal des Ruzizi-Flusses, das die Grenze bildet.