Neue Öfen



Auch im Kongo gehört Holzsuchen zum täglichen Alltag von Millionen Frauen und Kindern, wie hier in Luhwinja (Ostkongo)



Und auch im Kongo wird fast überall noch mit den drei Steinen gekocht, wie hier in Bukavu






Doch auch hier, im Kivu, soll die Situation verbessert werden, nämlich mit dem "Rocket Stove Lorena", der u.a. in Uganda sehr erfolgreich eingeführt wurde. Hier das Modell für zwei Töpfe:



Und hier - bei einem Ofenseminar von Dialog International Bukavu im Jahre 2007 - ein solcher Ofen im Rohbau



... und fertig...




Zwei Frauen kochen auf einem ähnlichen Modell für einen Topf in Bukavu.




Und hier das LHL-Programm "Neue Öfen für den Kivu":


Drei Ofenbauer sollen während der Projektlaufzeit in den Dörfern mit den Bewoh­nern den holzsparenden Ofen „Rocket Stove Lorena“ bauen, der in zwei verschiedenen Mo­dellen angeboten werden kann: Ein et­was größeres für zwei Töpfe mit einem Rauchabzug, zu bauen innerhalb einer Hütte aus Lehm oder Ton, dann ein weiteres mobiles Modell, auf dem mit einem Topf gekocht werden kann. Beide Typen sparen erhebliche Mengen an Holz ein (zwi­schen 50 und 66 %) und erzeugen nur wenig Rauch, weil die Holzenergie zum größten Teil genutzt wird. Diese Öfen dürften den Holzbedarf deutlich absenken und die Gesundheitssi­tu­ation der Frauen (und Kinder) u.a. auch durch die wesentlich geringere Rauchent- wicklung beim Kochen erheblich verbessern. Die Mitarbeiter sollen in den 94 Dörfern den am Programm teilnehmenden Bauern den Ofenbau zeigen, sodaß während der gesamten Projektlaufzeit Öfen gebaut werden und die Kenntnisse um die Herstellung der Öfen zum Volkswissen wird.

Aufgrund bisheriger Erfahrungen mit dem Lehmofen, sowohl in Uganda (GTZ- Projekt) als auch im kleineren Rahmen im Kongo, kann gesagt werden, daß der Rocket Stove Lorena von der Bevölkerung als angepaßte Technik und wesentliche Verbesserung der Lebenssituation begeistert angenommen wird, sodaß durch diese Förderung ein Durchbruch in der Projektregion möglich ist. Insbesondere schätzen die Frauen, daß beide Ofentypen kaum Rauch erzeugen und beim immobilen Modell die Abgase durch einen Schornstein entweichen können. Der durchschnittlich 55 % geringere Holzverbrauch ist ein Pluspunkt, außerdem muß die Frau nicht ständig während des Kochens beim Ofen bleiben und die Garzeit ist kürzer als beim Drei-Steine-Ofen. Schließlich ist ein weiterer Vorteil dieser angepaßten Technik, daß praktisch keinerlei Materialkosten entstehen, allenfalls Transportkosten, wenn Lehm oder Ton nicht in unmittelbarer Nähe gefunden werden.

Rocket-Stove-Lorena mobil für einen Topf


Rocket-Stove-Lorena in Mushenyi (Süd-Kivu), im LHL-Projekt "Neue Wälder, neue Öfen und Agroforstwirtschaft im Südkivu"