Projekte 2012

Unsere Arbeit im Südkivu hatte 2012 zwei Schwerpunkte:

Aufforstungen und Aufbau von drei Ziegeleien.

Wir haben die große BMZ-Aufforstung in Muku, Mushenyi und Uvira Ende März 2012 abgeschlossen. Kleinere Aufforstungen haben wir indes mit Unterstützung unserer Partnerorganisation Prima Klima in Kaziba, Luhwinja, Mushenyi, Nyangezi, auf der Insel Idjwij, in Sange und Uvira unterstützen können. Die Aufforstungen in Sange und Uvira werden außerdem von Schülern gefördert. Mit Förderung der Bingo-Stiftung (und weiteren Spenden von Schülern) begann eine Aufforstung in Baraka am Tanganjikasee. Hierzu werden noch weitere Spenden benötigt.


Helferinnen und Helfer auf dem Weg zum Bäumepflanzen in Mushenyi, Dezember 2012


Baumschule in Mushenyi, November 2012


22. Dezember 2012 - Ostkongo

Aufforstungen am Tanganjikasee


Unsere Partner in Uvira haben in Uvira selbst, in Kamanyola an der Grenze zu Ruanda und im benachbarten Sange, an der Grenze zu Burundi in diesem Jahr Tausende von Bäumchen gepflanzt. Dabei entwickelten sie eine eigene Methode, gleich in die Plastiksäckchen auszusäen - und dies funktioniert. Umpflanzen vom Pflanzbeet läßt sich somit einsparen.
Und die Aufforstung geht weiter. Im Dezember, Januar und Februar werden in Kamanyola, Sange, Uvira und Baraka Bäume gepflanzt. Für die nächsten Jahre sind weitere Bepflanzungen von kahlen Flächen geplant, wenn wir genügend Unterstützung finden.

Die Aufforstungen begannen in Kamanyola an der ruandischen Grenze (Südspitze Ruandas, auf kongolesischer Seite) Etwas weiter im Süden ist der Ort Sange, an der Grenze zu Burundi. Auch dort wurden schon viele Bäume gepflanzt und viele weitere sollen folgen. Zwar ist der große Itombwe-Wald noch intakt, aber die Hänge im Osten zum Tanganjikasee sind in den letzten Jahren kahlgeschlagen worden. Auch hier, in Uvira und Baraka bemühen sich unsere Partner neue Bäume zu pflanzen. In all diesen Orten ist das Klima sehr viel trockener und heisser als in höheren Lagen der Provinz.

                          Die Pflanzsäckchen werden vorbereitet...


... bereitgestellt...


... und ein paar Wochen später in der Baumschule von Uvira


Antonius begutachtet einen frisch gepflanzten (einheimischen) Baum


Erosion - Hauptproblem in den Bergen hinter Uvira


Ganze Hänge sind abgeholzt und erodieren...


Geröll von einem Hangrutsch

In solchen Lagen bemühen sich unsere Partner um Aufforstung...


August 2012: Bingo-Umweltstiftung fördert Aufforstung in Baraka

Die Bingo-Umweltstiftung in Hannover hat vor wenigen Tagen beschlossen, unser Aufforstungsprojekt in Baraka am Tanganjikasee mit einem Betrag von 5.800 Euro zu fördern. Durch einen sogenannten "vorzeitigen Maßnahmebeginn" konnten wir bereits vor einigen Wochen - auf eigenes Risiko - unseren Eigenanteil mit 1.242 Euro unserem Partner überweisen, sodaß pünktlich in der Trockenzeit mit der Aussaat des Pflanzgutes begonnen werden konnte. Diese keimen bei kräftigem täglichen Giessen in der Baumschule und wachsen dann in wenigen Monaten zu 20 oder 30 cm hochen Pflanzlingen heran - und zwar, dies ist eine eigene Erfindung unserer Partner vor Ort - direkt in den sogenannten "Foilcontainern", in den Plasticsäckchen, mit denen sie dann zu Beginn der Regenzeit, also im Dezember oder Januar, ausgepflanzt werden.

Den ersten Schritt zu diesem Projekt hatten übrigens Realschüler in Werlte (Emsland) vor Weihnachten letzten Jahres gemacht und für einen Kurs zur Herstellung des holzsparenden Lorena-Ofens gesammelt. Schon im Januar konnte Antonios diesen Kurs durchführen. Der zweite Schritt ist jetzt die Aufforstung, denn Voraussetzung ist nunmal auch die Reduktion des Holzverbrauchs für die Haushaltsenergie. 10.000 Bäumchen wurden schon ausgesät und zwar vorwiegend einheimischen Arten in dieser sehr heissen und manchmal trockenen Gegend. Schon bei früheren Aufforstungen haben wir die Erfahrung gemacht, daß einheimische Bäume einfach am besten an das lokale Klima angepasst sind. Das klingt selbstverständlich, muß aber extra betont werden, weil im Ostkongo in der Vergangenheit von anderen Organisationen oft "exotische" Bäume gepflanzt wurden, wie Eukalyptus u.a. die weder geeignet sind, noch aus Zentralafrika stammen.

Die Niedersächsische Bingo-Stiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte, die Denkmalpflege in Deutschland und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie.

Ein weiterer Bericht findet sich beim Jugendserver Niedersachsen.



2012 - Briefe aus dem Kongo


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